Die wunderbare Welt von Isotopp

GPL in Deutschland vor Gericht durchgesetzt

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - September 10, 2006

Auf dem Heise Newsticker heißt es:

Harald Welte, Mitentwickler des Netfilter-Firewallcodes im Linux-Kernel und Gründer des Projekts gpl-violations , hat vor Gericht einen Erfolg für die GPL erzielt. Wie er in seinem Blog berichtet, entschied das Landgericht Frankfurt am 6.9. im Sinne seiner Klage wegen GPL-Verletzung. Details dazu wollen Welte und sein Anwalt Till Jaeger, Mitbegründer des Instituts für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software (ifrOSS ), allerdings erst nach Veröffentlichung des der schriftlichen Urteilsbegründung nennen.

The Heat Is On

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - August 7, 2006

Rückkühler, 2x3m (6 qm) Kupferkühlfläche pro Seite

[ Dieser Artikel hätte vor zwei Wochen fertiggestellt werden sollen, auf dem Höhepunkt der Hitzewelle, aber ich war zu schlapp zum Schreiben. – kris ]

“1.21 Gigawatt? Tom Edison, wie erzeugt man so viel Strom?”Dr. Emmett Brown

Ein Rechenzentrum ist im Wesentlichen eine große isolierte Kiste, deren Türen die meiste Zeit geschlossen gehalten werden. In das Rechenzentrum herein führen - da kommen die meisten Leute von selber drauf - Stromkabel und Netzwerkkabel. Ins Rechenzentrum herein führen außerdem - und das unterschätzen die meisten Leute - auch Wasserleitungen. Diese pumpen kaltes Wasser in die Wärmetauscher der Klimaanlage und lassen das warme Wasser wieder herausfließen.

Zeichensatzärger

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - August 6, 2006

Choose any font you like

Seit MySQL 4.1 existiert in MySQL Support für Zeichensätze und Sortierreihenfolgen. Das bedeutet im Wesentlichen, daß an jedem CHAR, VARCHAR und TEXT in der Datenbank und an jeder Stringkonstante dranklebt, in welcher Codierung der String vorliegt und mit welcher Sortierreihenfolge der String beim Sortieren und Vergleichen zu behandeln ist.

Vokabeln

Aber zuerst einmal ein bischen Vokabular:

Ein Zeichensatz ist eine Sammlung von Symbolen, die verwendet werden dürfen. Zeichen in einem Zeichensatz haben Namen wie “Copyright Symbol” oder “Lowercase O-Umlaut”.

Fertig gelesen: Greg's Bazillenprosa

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - August 3, 2006

Okay, weil es so schön war, hier gleich noch mehr Bazillenprosa von Greg Bear, denn das Thema hat es ihm schon seit langer Zeit angetan. In Blutmusik erschafft ein verrückter Wissenschaftler einen bazillenbasierten Hivemind/Supercomputer, der nicht nur alle Zellen auf diesem Planeten in seine tumorhafte Superstruktur integriert, sondern dabei die derzeit auf dieser Wetware laufenden Programme assimiliert, illegal kopiert und in einer Reihe von Was-Wäre-Wenn Matrix-Szenarien laufen läßt. Las sich damals, weit vor Matrix und Bear’s Selbstkopie recht flott und amüsant. Da hat er sich aber auch mehr um die Handlung gekümmert als um den wissenschaftlichen Unterbau.

Fertig gelesen: Deutsch für Profis - Wege zu gutem Stil

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - July 30, 2006

Besser schreiben für nur 8 EUR.

Irgendwann 1992 hatte ich eine Mailbox auf der Basis von SCO Xenix bei mir im Haus, und fing an, Gateways in Netze zu betreiben, die nicht auf der Grundlage von USENET funktionierten. Über mein lokales Fido-Gateway kam CT.GER auf meine Kiste, und ich wurde Zeuge einer wirklich schlechten Betriebssystem-Diskussion. Wie auch immer, jedenfalls fühlte ich mich bemüßigt, da einzugreifen und mal ein paar grundlegende Sachen zu erklären.

Fertig gelesen: Greg Bear: Vitals

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - July 30, 2006

Jäger ( Vitals ): Eine Geschichte über russische Puppen: Bakterien, die in Bakterien leben, und Bakterien, die das Verhalten der Lebewesen, die sie bewohnen von innen heraus steuern. Aber auch Verschwörungen in Verschwörungen und Menschen, die das Verhalten von anderen Menschen von innen heraus steuern.

In der Anlage der Story folgt Greg Bear den Ideen von Philipp K. Dick: Er beschreibt die Realität aus der Sicht seiner Helden, und wie sich diese Realität unter der Beeinflussung verändert, er beschreibt der Verlust von Fixpunkten, und sich daraus ergebende Orientierungslosigkeit. Wie bei PKD gibt es kein Happy End, sondern am Ende einen vollständigen Verlust des Kontaktes mit der Wirklichkeit, und die Frage, ob es so etwas wie Wirklichkeit überhaupt gibt.

GPL V3 (2nd draft)

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - July 30, 2006

GPL V3 (2nd draft) (Changes highlighted)

In Von der GPL und den daran hängenden Kommentaren habe ich einmal versucht, die GPL V2 zu erläutern, und was sie genau bewirkt. Der zweite Draft der GPL V3 ist nun veröffentlicht.

Man kann ihn sich im Wiki ansehen oder sich das PDF mit den markierten Changes zum ersten Draft herunterladen.

Eine Lizenz zu schreiben ist ein hartes Stück Arbeit. Die GPL hat es sich zum Ziel gesetzt, nicht nur juristisch wasserdicht zu sein, sondern den Sachverhalt dennoch so allgemeinverständlich als möglich auszudrücken, und dabei nur so lang wie notwendig zu sein. Was das bedeutet, kann man sehr schön sehen, wenn man sich die Änderungen im 2nd draft auch einmal unter einem stilistischen Aspekt durchsieht.

Leben mit Fehlern - der Schlüssel zum Scaleout

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - July 30, 2006

Scaling Patterns

In 2004 habe ich auf dem Linuxtag einen kleinen Vortrag zum Thema Skalierbarkeit gehalten. Schon damals war die Message an verschiedenen Stellen im Vortrag “Jedes Readproblem ist ein Caching-Problem, jedes Schreibproblem ist ein Verteilungs- und Batchproblem”:

Zum Skalieren muß man seine Anwendung in Teilanwendungen unterteilen und die Daten replizieren. Die Replikation muß asynchron erfolgen, ohne Two Phase Commit (2PC), sonst gewinnt man wenig bis nichts. Schreibzugriffe müssen verzögert und gebatched werden, damit sie effizienter abgewickelt werden können. Um weitere Flaschenhälse zu vermeiden, muß man die Datenhaltung in die Teilanwendungen dezentralisieren und eine zentrale Datenbank vermeiden.

GPL - ja oder nein

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - July 26, 2006

Manche Lizenznehmer haben komische Vorstellungen davon, wie sie mit der Lizenz umgehen können: “Nein, die GPL trifft auf uns aus einer Reihe von Gründen nicht zu.” “Ja, wird haben trotzdem ein Recht, die Software zu nutzen oder weiter zu verbreiten.”

Der erste Prozess weltweit überhaupt über die Tragfähigkeit der GPL findet in Deutschland statt.

Mehr bei GPL Violations.ORG und Harald Weltes Blog .

Fertig gelesen: Charles Stross: Singularität

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - July 23, 2006

In einer Welt, in der alles möglich ist - wie können dann die, die von den Möglichkeiten überfordert sind, leben?

Charles Stross “Singularity Sky” zeichnet ein Bild einer transhumanistischen Welt. In dieser sind künstliche Intelligenz, Cyborgs, nanotechnologische Füllhörner, überlichtschnelle Kommunikation und Reisen, und damit auch Kausalität im Grunde keine Probleme. Damit setzen sie dem Leben auch keine Grenzen mehr. Wenn nicht eine nahezu allmächtige Existenz in der Zukunft der Menschheit ihre Entstehung sichern wollte: Dazu beschützt sie die Zeitlinie, die zu ihrer Entsteht führt und setzt den Wesen Grenzen, die innerhalb dieser Zeitlinie leben. Und wenn es in diesem Szenario nicht Zivilisationen gäbe, die den grenzenlosen Technologieschock der Singularität - dem überexponentiellen Anwachsen des technologischen Wissens - durch eine Art Retro-Kultur zu entkommen versuchen, und darum die technischen Möglichkeiten ihrer Bewohner künstlich beschränken.