Die wunderbare Welt von Isotopp
Markteintrittsschranke
In Die Wikipediatisierung des Wissens gibt es einen weiteren Artikel, der versucht, das Phänomen Wikipedia und nicht auf Code basierende Open Source Strukturen zu analysieren. Der Artikel verwendet das übliche Angstvokabular, das sich auch in vergleichbaren Artikel im Spiegel oder der Süddeutschen Zeitung findet:
Die entscheidende Frage ist: Ist die beeindruckende statistische Progression von Wikipedia auch eine kulturelle Revolution oder zumindest ihr Vorbote? Oder ist sie ein Teil der Informations-Versklavung und Wissens-Nivellierung im Zeitalter der allgemeinen Datenexplosion?
Neues Werkzeug
Neuer Job, neues Werkzeug. Diesmal ein MacBook Pro 15", mit 3 GB RAM und der 200 GB 7200rpm Platte und MacOS X 10.5.3. Ab Werk ist das System nahezu unbenutzbar.
Damit das bewohnbar wird, kommen bei mir die folgenden Sachen drauf:
Für die Shell:
- SSHKeyChain für iTerm
- iTerm Terminal Client
- Cyberduck sftp/ssh client (Fish ist ja so viel besser, aber ein Mac kann das noch nicht)
- Rudix , damit die Kommandozeile nicht so stinkt.
Für die Arbeit:
CS101: From NAND to Tetris in 14 simple steps
Shimon Schocken preist seinen Kurs “From NAND to Tetris in 14 steps” an:
Wenn mich Leute nach Informatik fragen, dann sage ich ja meistens: “Informatik die Wissenschaft von 0 und 1 - komplizierter wird es nicht mehr, nur mehr.”
Die Schwierigkeit in der Informatik ist mehr die Anzahl der Abstraktionsebenen, die übereinander gestapelt werden, nicht die Kompliziertheit des Stoffes. Weil Abstraktionen immer Lecks haben, muss man in der Informatik immer ein paar dieser Ebenen gleichzeitig offen haben und “high level” und “low level” zur selben Zeit denken. Das ist es, was Leute verwirrt.
The Importance Of FAIL
Wenn man mit Featureentwicklern spricht, dann reden sie immer gerne über tolle neue Dinge die sie gerade eingebaut haben.
Ich bin bei Featureentwicklern und Projektmanagern echt unbeliebt.
Ich rede gerne über Kosten, und über FAIL. Das habe ich mit vielen anderen Sysadmins, Bibliotheksentwicklern und Kernelcodern gemeinsam. Wenn man dort einmal mithört - zum Beispiel auf der Linux Kernel Mailingliste oder unter Stammtischgesprächen von Sysadmins - dann fällt einem bald etwas auf: Dort redet man in der Regel nicht von tollen neuen Features oder was jetzt optimiert worden ist, sondern dort redet man in der Regel von Fehlern, die aufgetreten sind oder von schlechtesten Fällen, und wie man sie triggert. Newsgroups wie de.alt.sysadmin.recovery sind voll von zynischen Geschichten über Komponentenversagen. Die wichtigsten Abschnitte in Ross Andersons Security Engineering sind die Abschnitte, in denen er das Versagen von Sicherheitssystemen beschreibt.
Vertrauensvorschuß II
Im Anschluß an Vertrauensvorschuß :
Wie praktisch: Ein Gesamtscore .
Wikipedia weiß über Poltikverdrossenheit :
Politikverdrossenheit bezeichnet die negative Einstellung der Bürger in Bezug auf politische Aktivitäten und Strukturen, u.U. resultierend in Desinteresse und Ablehnung von Politik und politischem Handeln. Politikverdrossenheit führt zur mangelnden Partizipation am politischen Prozess. Diese Haltung kann generell die ganze politische Ordnung betreffen oder sich nur auf Ergebnisse politischer Prozesse beziehen.
Der Grund “Offensichtliches Systemversagen” wird in der Liste der Gründe für Politikverdrossenheit noch nicht genannt.
10 Jahre PHPLIB
Vor etwas mehr als 10 Jahren, am 19. Mai 1998, schrieb ich auf php-general von einer PHP Standardbibliothek.
PHP should ship with, and install by default, a standard library. This library should offer certain standard functionality that is often required in larger web projects.The language itself does not need to support any of the functionality that should be in the library (see below). In fact, quite a lot of PHP special functions are probable candidates for library functions that could (and perhaps should) be removed from the language core, if you are into language purity (I am not). What PHP needs in my personal opinion is a more stable, better debugged and better equipped modularization mechanism (and better namespace management).
mysql> quit;
Mit dem Ende dieser Woche endet nicht nur die MySQL Deutschland GmbH , sondern auch meine Tätigkeit bei MySQL. Den neuen Vertrag bei Sun habe ich, anders als zunächst geplant, nicht unterschrieben - mir ist relativ schnell klar geworden, daß ich mich in einer Firma dieser Größe nicht wohlfühlen werde.
Für MySQL bin ich seit Ende des Jahres 2005 unterwegs gewesen - bis zu 180 Tage im Jahr. Neben einigen größeren Projekten habe ich sehr viel kleineres Consulting gemacht - “Pivot-Consulting”, bei dem es nicht darum geht ein Projekt umzusetzen, sondern den Kunden dazu zu befähigen, das Projekt selber zu schaukeln. Dabei habe ich alle Bereiche um MySQL herum abgedeckt mit Ausnahme von MySQL Cluster. Ich habe außerdem durchschnittlich 60 Arbeitsstunden pro Woche inklusive Reisezeit weggehauen und bin teilweise über Monate nur am Wochenende daheim gewesen.
Historische Kernelsourcen
In anderen Artikeln habe ich ja schon an Hand von http://lxr.linux.no/ Strukturen im Linux-Kernel referenziert und in Erklärungen verwendet.
Auf Tamacom gibt es zum Vergleich die Quellen von Linux 2.6, FreeBSD 7, NetBSD 4.x, OpenBSD 4.x, GNU Hurd 0.3 und OpenSolaris zum verlinken. Auch liegen dort ein UNIX V7 Kernel und ein 4.3BSD rum.
Minnie hat eine schöne Sequenz wirklich alter Unix-Trees, der die Entwicklung der 70er Jahre und einige BSD-Trees miteinander vergleicht. Das älteste nützliche Zeugs von dort ist von 1973 .
Steve Ballmer lernt noch was
Steve Ballmer schläft derzeit schlecht . Da bin ich mir ziemlich sicher. Spätestens seit ich bei Till einen EEE-PC von Asus in den Fingern hatte.
Der EEE ist häßlich, aus Plastik und die Tastatur ist für meine Finger zu klein und das Touchpad ist hypersensitiv. Aber das Ding tut alles, was ich jemals von ihm wollen könnte. Es hat WLAN, eine Kamera, es hat Firefox, Open Office, Mplayer und Skype. Und es hat kein einziges Stück Microsoft Software drauf. Kein einziges. Nirgendwo.
Die Grauen Herren vs. das Internet
In The Gospel of Consumption :
despite the apparent tidal wave of new consumer goods and what appeared to be a healthy appetite for their consumption among the well-to-do, industrialists were worried. They feared that the frugal habits maintained by most American families would be difficult to break. Perhaps even more threatening was the fact that the industrial capacity for turning out goods seemed to be increasing at a pace greater than people’s sense that they needed them.