Die wunderbare Welt von Isotopp
Wikipedia Löschwahn
Im August dieses Jahres titelte Golem Die aktivsten Wikipedia-Autoren bleiben unter sich . Dort hieß es:
Die Zahl der aktiven Autoren, die an der freien Enzyklopädie Wikipedia mitarbeiten, wächst nicht mehr so stark. Und diejenigen, die mehr als 1.000 Änderungen pro Monat in der Web-2.0-Plattform machen, haben immer öfter das letzte Wort: In der Zeit von 2005 bis 2008 stieg die Zahl ihrer monatlichen “Edits” von 1.740 auf 2.095.
Bei der deutschen Wikipedia sieht man das nicht als Problem: “Die von Ihnen zitierten Zahlen sind Auszüge aus einer bislang noch nicht veröffentlichten Forschungsarbeit und beziehen sich auf die englischsprachige Wikipedia.” sagte Pavel Richter von Wikimedia Deutschland damals.
Internet und Produktivität aus der Sicht eines Cyborgs
Auf dem wunderbaren Blog Netzwertig findet man Zeitverschwendung vs. Effizienzgewinn :
Man kennt sie ja, die Klagen über verschwendete Zeit am Arbeitsplatz. Anstelle produktiv zu sein und ihren Job zu erledigen, surfen Angestellte bei Facebook, Twitter und YouTube – und fügen damit Firmen erheblichen Schaden zu. So zumindest sehen es viele Unternehmen und blockieren daher den Zugriff auf einschlägige Sites des Social Web. 54 Prozent der US-Unternehmen sperren Social Networks komplett, so eine aktuelle Studie.
Wieviel Speicher brauchst Du denn?
Linux mapped die Speicherseiten zweiter Prozesse. Dabei wird speicher geteilt, oder Seiten sind noch ungeladen. Manche Seiten werden beim ersten Schreibzugriff kopiert (Copy-on-Write).
Manchmal muß man viel erklären, um eine einfache Frage beantworten zu können: Wieviel Speicher belegt ein Programm in Linux? Diese Frage war bisher überraschend schwer zu beantworten. Da ist einmal die Ausgabe von ps axuwww oder top:
[root@mc01bpmdb-02 ~]# ps axu | egrep '(mysql[d]|USER)'
USER PID %CPU %MEM VSZ RSS TTY STAT START TIME COMMAND
...
mysql 24861 71.2 77.3 26284608 25444724 ? Sl 2008 385405:36 /usr/sbin/mysqld
...
Hier bekommt man zwei Größenangaben in den Spalten VSZ und RSS, beide sind in Kilobytes.
Ein kurzer, aber heftiger Schlagabtausch mit SQL_MODE
Letzte Woche Montag haben wir beschlossen, den SQL_MODE in unseren Entwicklungsservern auf einen strengeren Wert als "" (den Default) zu setzen. Das war ein Fehlschlag und wir haben den Change diese Woche zurück gerollt. Aber von vorne.
Welchen SQL_MODE will man denn?
Als Ziel-Einstellung haben wir eine Kombination von
TRADITIONAL,
NO_ENGINE_SUBSTITUTION,
ONLY_FULL_GROUP_BY,
NO_AUTO_VALUE_ON_ZERO
ins Auge gefaßt.
SQL_MODE ist eine Einstellung in MySQL, mit der das Verhalten des Servers beeinflußt werden kann. Die Variable ist eine Bitmaske von benannten Bits - jedes Bit hat eine im Handbuch definierte Bedeutung. Außerdem haben bestimmte Kombinationen von Bits einen Sammelnamen.
links for 2009-08-22
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Ruben Unteregger, ein ehem. Mitarbeiter der Schweizer ERA IT Solutions erzählt. ERA stellt die Produkte MiniPanzer und MegaPanzer her, die als 'Bundestrojaner'-Lösungen positioniert werden. Der Code, den er bei dieser Arbeit erstellt hat, gehört (auch) ihm, er hat ihn unter der GPL verfügbar gemacht und demonstriert in Lehrvideos auch illegale Verwendungen dieses Codes (etwa Phishing).
Was bedeutet eigentlich "Never check for an error condition you don't know how to handle"
Der Informatiker ist ein seltsames Wesen. In seiner Wissenschaft gibt es zum Beispiel ein paar Regeln, die beim ersten Mal gehört sehr seltsam klingen, die aber beim längeren Nachdenken und mit ein bischen Erklärung dazu Weisheiten enthalten, die manchmal auch außerhalb der Informatik von einigem Belang sein können.
Eine dieser Regeln ist
Never check for an error condition you don’t know how to handle.
Versteht man diese Regel zunächst einmal nur oberflächlich, klingt sie sehr fragwürdig - ich soll in meinem Programm bestimmte Fehlerbedingungen nicht prüfen, von denen ich genau weiß, daß sie eintreten könnten?
Angriff im Morgengrauen oder ein paar Gedanken zu Onlinewahlen
In Das Internet wird wahlentscheidend? berichtet Netzpolitik.org über eine Umfrage, die der Branchenverband Bitkom sich hat maßschneidern lassen. Neben einer Reihe von anderen seltsamen Fakten heißt es dort:
Die Ergebnisse der BITKOM-Studie zeigen darüber hinaus eine hohe Akzeptanz von Online-Wahlen. Fast die Hälfte der Bundesbürger (47 Prozent) würde ihre Stimme bei Wahlen elektronisch über das Internet abgeben. Unter den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 57 Prozent. Bisher sind Internetwahlen nach dem deutschen Wahlrecht nicht erlaubt.
Einthemenpartei
Eine Einthemenpartei wie die Piraten macht es sich sehr einfach - sie beackert nur dieses eine Poltikfeld und sammelt das Stimmvieh ein. Schauen wir mal genauer hin.
Das hier ist ein Poltikfeld. Die weißen Punkte sind Stimmvieh.
Politikfeld mit Stimmvieh
Mit was also soll sich der medienkompetente und interessierte Bürger hier auseinandersetzen? Und sein Interessenvertreter im Parlament?
Da stellen wir uns also mal ganz dumm und malen einen Kringel:
Meister der Enteignung
In der Digitaz erschien vor zwei Tagen ein Gastbeitrag von Kai Schächtle, dem Vorsitzenden des Berufsverbandes freier Journalisten und Journalistinnen, “Freischreiber”. Unter dem Titel Meister der Enteignung stellt er die gängige Vertragspraxis der nach ihrem Bekunden “Qualitätsjournalismusverlage” der Kampagne von Hubert Burda und anderen zur Einführung eines Verlinkungsgebühr gegenüber:
Was Burda in seinem Hilferuf verschweigt: Die Rechtsabteilungen der Verlage haben in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Kreativität an den Tag gelegt, um selbst zu Meistern der Enteignung zu werden - im Umgang mit ihren freien Journalisten. Man kann es nicht anders als bigott nennen, wie Verlagsverantwortliche derzeit Politik in eigener Sache machen: Sie beschweren sich über die vermeintliche Enteignung durch Google, zwingen ihren Autoren aber gleichzeitig Total-Buy-out-Verträge auf, mit denen sie sich sämtliche Rechte an deren Stücken sichern. Diese Knebelverträge machen es möglich, eingekaufte Texte beliebig oft zu benutzen und weiterzuverkaufen, ohne dass die Autoren davon profitieren.
Einen openvpn Server aufsetzen
openvpn ist ein bequem aufzusetzender VPN-Server, der mit einer einfachen TCP-Verbindung angesprochen werden kann. Da kein gesonderter IP-Pakettyp verwendet wird, funktioniert openvpn sehr einfach auch mit dummen Routern oder in eingeschränkt konnektierten Netzwerken.
Insbesondere kann der openvpn-Server auch etwa auf Port 443 laufen. Daher ist openvpn sehr bequem, wenn man hinter einem Proxy-Server eines Netzwerkes sitzt, der ausgehende https-Verbindungen nur auf https-Ports zuläßt, wie es etwa in vielen Firmen der Fall ist.