Die wunderbare Welt von Isotopp
Fertig gelesen: The Fuller Memorandum
The Fuller Memorandum , Charles Stross, EUR 9.90, 384 Seiten
Der 3. Band mit Geschichten von Bob Howard, IT Specialist und Feldagent der Laundry, jener britischen Behörde, die sich darum kümmert, das niemand aus Versehen Cthulhu beweist.
Im Laundryverse ist höhere Mathematik mit schwarzer Magie identisch und kann das Gewebe der Realität umdefinieren, und Verschwörungstheorien werden real, wenn nur genug Leute daran glauben. Im Fuller Memorandum muß sich Bob mit seinem merkwürdigen Chef, Angleton, auseinandersetzen. Wir erfahren, woher er kommt, wieso er nicht wirklich älter wird, und wir lernen eine Menge über das viktorianische London. Stross konsolidiert seine Laundry-Legende etwas, und wechselt die Erzählperspektive: Angleton fordert Bob auf, seine Memoiren zu schreiben, denn er sei ja nun schon länger im Dienst der Laundry und es wäre schlecht, wenn seine Erfahrung verloren ginge - wir bekommen also eine etwas ungewohnte Icherzähler-Perspektive im Präsens, die anfangs etwas Mühe beim Lesen macht. Dafür ist die Story weniger anstrengend als das um Anspielungen und Gags bemühte The Jennifer Morgue, und es beginnt sich abzuzeichnen, wie gritty und blutig das Laundryverse werden wird, sobald die Sterne richtig stehen und CASE NIGHTMARE GREEN eintritt.
Master-Master und Distributed Transactions
Immer mal wieder kommt jemand im Internet auf die Idee, wie man Master-Master und verteilte Transaktionen ganz einfach realisieren kann. MySQL verteilte Daten von Okami ist ein gutes Beispiel für diese Idee:
Wir nutzen dabei aus, dass MySQL bei zusammengesetzten Indizes einen AUTO_INCREMENT-Wert pro distinktem Schlüsselpräfix zählt. Das heißt ganz konkret: Wir legen einen Primär-Schlüssel aus zwei Spalten zusammen. In der ersten Spalte verwenden wir einen sehr kleinen Wert, der die Quelle der Daten kennzeichnet: Source tinyint unsigned NOT NULL; Den zweiten Teil legen wir als einfache ID int unsigned NOT NULL AUTO_INCREMENT an. Und ein Timestamp-Wert bietet sich für das Triggern der Updates an.
Fertig gelesen: Batwoman Elegy
Batwoman: Elegy (Deluxe Edition), Greg Rucka, J.H. Williams III, EUR 18.00, 192 Seiten.
Ich glaub es liegt an mir. DC hat die Angewohnheit, sich alle paar Jahrzehnte in seiner Geschichtenerzählung zu verrennen und muß dann sein Universum neu starten. Neulich war es mal wieder so weit, und wir bekommen nun offenbar einen Haufen Romane, in denen die Ursprungsgeschichte der verschiedenen Superhelden mal wieder umgebaut wird und neu erzählt wird. Wahrscheinlich bin ich zu alt, aber mir geht das auf den Sack.
Netzneutralität - was ist okay und was ist es nicht?
(Teil 3, siehe auch Teil1 und [Teil 2]({* link _posts/2010-08-06-netzwerk-berlast-vs-netzwerkneutralit-t.md %}), Petition hier
Mein DSL hat 16 MBit im Downstream. Das heißt, ich bekomme 16 000 000 Bit/s geliefert, also etwas unter 2 Megabyte pro Sekunde. Ein Tag hat 86400 Sekunden und würde ich meinen Download rund um die Uhr am Anschlag laufen lassen, wären das etwa 160 GB am Tag. Mit 30 Tagen im Monat also etwa 4.5 Terabyte im Monat als theoretisches Trafficmaximum.
Fertig gelesen: Sturm über roten Wassern
Sturm über roten Wassern , Scott Lynch, EUR 16.00, 944 Seiten.
Nach den Lügen von Locke Lamora stellte ich erfreut fest, daß es einen zweiten Band gibt.
Die Folgen der Ereignisse in Camorr haben es notwendig gemacht, daß Locke und sein Freund die Stadt verlassen. Nach einigen Verwicklungen landen sie in Tal Verrar, wo sie das Projekt beginnen, ein großes und sehr gut gesichertes Spielcasino auszunehmen. Doch auch hier werden sie in politische Verwicklungen hineingezogen: Die Stadt wird von einem Rat regiert, der die Regierungsgewalt an einen Archonten abgetreten hat - nur vorübergehend natürlich, bis das Piratenproblem behoben ist. Das ist es nun, und der Archont hätte gerne wieder mehr Piraten, der Rat die Macht zurück, die Piraten bestehen ebenfalls aus mehreren Fraktionen und Locke hat außerdem immer noch Ärger mit den Soldmagiern aus Band 1, die sich als überaus nachtragend erweisen. Die Gentleman-Ganoven stehen jetzt vor dem Problem, die verschiedenen Interessengruppen gegeneinander auszuspielen, auf hoher See zu überleben und außerdem noch ihren Casino-Coup durchzuziehen.
Netzneutralität ist der Schlüssel zur Wahrung des freien Internets!
Die Initiative Pro-Netzneutralität schreibt:
Wir wollen ein freies und offenes Internet sicherstellen.
Ein freies Internet ohne staatliche oder wirtschaftliche Eingriffe ist Garant für freien Meinungsaustausch weltweit und damit die direkte Ableitung des Rechts auf Meinungsfreiheit. Netzneutralität ist elementar für unsere Demokratie.Netzneutralität fördert die Entfaltung kreativer und ökonomischer Potentiale und sichert damit das Innovationspotential des Internets.
Die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft wird gestärkt wenn Entwicklungen frei online verfügbar sind und auch in neuen kollaborativen Ansätzen weiterentwickelt werden können.
Fertig gelesen: Die Lügen des Locke Lamora
Die Lügen des Locke Lamora , Scott Lynch, EUR 14.00, 848 Seiten.
Via Heiko fand sich neulich Die Lügen des Locke Lamora auf dem Wohnzimmertisch und ich bin übel dran hängen geblieben.
Eine Diebesgeschichte. Camorr, eine Stadt wie ein übel korrumpiertes Venedig, in der sich noch die Überreste einer älteren, höheren Zivilisation finden. Locke Lamora, ein Waisenkind, das zum Dieb erzogen wird und den Geheimen Frieden zwischen dem Adel und der vom Adel geduldeten Diebesgilde bricht: In komplizierten und ineinander verschachtelten Plots und Hochstapeleien ziehen Locke und seine Gang, die Gentleman-Gangster die Reichen und Mächtigen der Stadt ab. Bis sie in den Plot eines anderen geraten, der Rache will.
Fertig gelesen: Der Name des Windes
Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag , Patrick Rothfuss, 16.95 EUR, 896 Seiten.
“Der Name des Windes”, Patrick Rothfuss
Vor einem oder gar zwei Geburtstagen sandte mir Martin dieses Buch zu, aber ich bin schon lange nicht mehr zum Lesen von Papier gekommen, also stand es herum. Jetzt habe ich endlich Gelegenheit gehabt, mir das Buch vorzunehmen.
Kvothe ist ein Gastwirt und ein gebrochener Mann, doch einst war er ein berücktigter Zauberer und Musiker, um den sich zahlreiche Legenden ranken. Der Chronist spürt Kvothe auf und versucht durch die Legenden und Geheimnisse zu dringen und die wahre Geschichte von Kvothe aufzuschreiben. Zusammen mit dem Chronisten tauchen wir ein in die Geschichte von Kvothe, einem Jungen aus ärmlichen Verhältnissen, der versucht, seiner Begabung gerecht zu werden und sich selbst zu finden, und den aus irgendeinem Grunde die Welt als Helden sieht.
Branding gestoppt wegen Benutzerprotesten
Lustige Dinge passieren. Alle Welt rüstet ihre Android-Telefone zum Beispiel auf das aktuelle 2.2 “FroYo” auf, nur Vodafone nicht. Als strikte Anhänger der Auffassung, daß es den Geschmack verbessern wenn sie in etwas hineinpinkeln, lassen sie stattdessen eine Branding-Welle über die Benutzer rollen.
Heise :
Statt der erhofften Aktualisierung auf die Android-Version 2.2 (Froyo) bekamen die Nutzer jedoch lediglich Zugangssoftware für Vodafones Online-Dienst 360 installiert – zudem änderte das Update die Startseite des Browsers, setzte verschiedene neue Bookmarks und installierte ein Vodafone-Startlogo. Einige Anwender berichten, dass sich die Akkulaufzeit des Gerätes verschlechtert habe, bei anderen seien alle Kurznachrichten plötzlich doppelt vorhanden.
Ein Sturm aus Scheiße ist auch eine Art flüssiges Feedback
Ich wollte eigentlich nichts zu Liquid Feedback schreiben, nachdem Frank Rieger das bereits alternativlos perfekt getan hat. Aber dann hat die Diskussion mich gefunden - erst im Twitter und dann in meinem ‘Heimatchannel’ im Irc, quasi direkt auf der Couch.
Wie fange ich an? Für die, die die letzten Wochen unter einem piratenfreien Stein gelebt haben: Das Flaggschiff der Piraten, das eine Ding, das die Piraten als politisches Experiment definiert, ist das Liquid Feedback System. Es handelt sich um ein System, das den nahtlosen Übergang zwischen Direkter Demokratie und Delegation an einen Repräsentanten ermöglichen soll.