Die wunderbare Welt von Isotopp
Dennis Ritchie (Sep 1941-Okt 2011)
Das da ist Dennis Ritchie , dmr .
Dennis Ritchie schrieb zusammen mit Ken Thompson und vielen anderen Menschen in den späten 60er und den 70er Jahren die ersten Versionen des Unix-Betriebssystems, von dem viele der Systeme, die wir heute einsetzen, direkt abstammen oder substantiell beeinflußt wurden. Zusammen mit Brian Kernighan entwarf er die Programmiersprache C. Ritchie schrieb auch die Dokumentation zu diesen Systemen, und jeder Informatikstudent auf diesem Planeten hat seine Bücher ‘The C Programming Language’ und eine Version des ‘Unix Programmers Manual’ lesen müssen - sie sind noch heute im Druck.
Artikelsammlung "Staatstrojaner"
Das Thema Staatstrojaner (damals noch: Bundestrojaner) begleitet uns hier im Blog schon seit fünf Jahren. Hier eine kleine Artikelsammlung zum Thema. Artikel, die auch verwandte Themen streifen (VDS, etc), sind weitestgehend ausgeklammert - bis auf den letzten Artikel in der Liste, der einen wichtigen Rundumschlag und Anknüpfungspunkt darstellt.
Ende 2006:
Bundestrojaner - der chronologisch erste Artikel zu diesem Thema. Er schließt mit ‘Auf dem nächsten CCC wird das sicherlich dokumentiert’. Es hat dann noch ein paar Jahre länger dauern sollen, aber das war nicht der Verschulden des CCC.
Checkpoint Blues
Wer dies und dies gelesen hat, versteht mehr.
InnoDB ist eine Storage Engine, die mit Hilfe von MVCC Transaktionen implementiert. Transaktionen zu implementieren bedeutet, daß man in der Lage ist, mehrere Änderungen zusammenzufassen und als eine Einheit als gültig zu markieren oder zurück zu nehmen. Damit das Ganze trotzdem schnell ist, muß man ein wenig herumtricksen.
Angenommen, wir wollen eine Spalte in einer Zeile in der Tabelle t ändern:
UPDATE t SET x=17 WHERE id=3
Dann muß InnoDB das zunächst einmal in eine Zeilennummer in einer Speicherseite übersetzen: InnoDB speichert Daten in Seiten von 16 KB (Defaultgröße) ab, und macht allen I/O in Richtung Tablespace immer nur in ganzen Seiten. In unserem Beispiel bedeutet das also, daß wir die Seite p lokalisieren müssen, in der die ID=3 der Tabelle t gespeichert ist, und diese ganze Seite in den Speicher laden.
Datenschutztheater: Google Analytics ist amtlich datenschutzkonform
Heise Newsticker titelt “Google Analytics ist amtlich datenschutzkonform”:
Der Streit um datenschutzrechtliche Bedenken zu Googles Web-Analysedienst Analytics scheint beendet zu sein. Nach Angaben des Hamburgischen Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar, der für Google zuständig zeichnet, ist für deutsche Webseitenbetreiber ein “beanstandungsfreier Betrieb von Google Analytics ab sofort möglich”.
In diesem Fall war es der hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar, der sich im September 2009 über Google Analytics echauffierte.
Google Analytics ist ein Trackingdienst, der in etwa genau dasselbe macht wie ein [IVW Zählpixel]({* link _posts/2011-08-10-ivw-jetzt-datenschutzkonform-updated.md %}), die auch von hamburg.de eingesetzt werden - hamburg.de hatte die Web-Präsenz von Caspar gehosted (Wir erinnern uns: Caspar mußte seine Web-Präsenz erst einmal offline nehmen, als das herauskam).
Datenschutztheater: Opt-Out für WLAN Access Points
Jürgen Geuter erklärt bei der Spackeria den Begriff Datenschutztheater , der nach dem Security Theater von Schneier modelliert ist:
Datenschutztheater bezeichnet eine Massnahme oder eine Sammlung von Massnahmen, die den gefühlten Schutz von Daten verbessern ohne dabei die Daten funktional vor Ge- oder Missbrauch zu schützen.
Schauen wir uns das Stück einmal an
Golem schreibt:
Google schafft für Besitzer von WLAN-Access-Points weltweit die Möglichkeit, einer Nutzung der WLAN-Daten ihres Geräts im Rahmen von Googles ortsbezogenen Diensten zu widersprechen. Das Unternehmen folgt damit den Forderungen europäischer Datenschützer.
Ein verpaßtes Jubiläum
Ich las gerade über den Streit um den Like-Button bei Heise und dachte zurück an die erste Sommerakademie “Datenschutz in Europa” im Kieler Landeshaus. Bei Datenschutzzentrum.de findet man in der Tat eine Chronik und offenbar war diese Veranstaltung am 29. August 1994, also vor ziemlich genau 17 Jahren.
Damals stand ich mit Terra in der Eingangshalle des Kieler Landeshauses. Wir hatten ein Modem dort stehen und ein Terminalprogramm am Laufen. Auf dem Terminal waren wir auf einer Maschine in den USA eingeloggt, die personenbezogene Daten von Deutschen verarbeitete: diese Kiste hatte also ein wirklich langes Tastaturkabel. Die Platten des US-Rechners waren über NFS aus einer weiteren, anderen Jurisdiktion gemountet - die Kiste hatte also auch ein wirklich langes Plattenkabel.
Neue Releases im Datenbankland
MongoDB 2.0 ist draußen, und implementiert eine Reihe interessanter neuer Dinge, die ich anderswo gerne hätte, insbesondere im Bereich Replica Sets .
Postgres hat das Release 9.1 draußen. Die versprochene synchrone Replikation ist jetzt verfügbar, sie ist grob vergleichbar mit der Semisynchronen Replikation in MySQL 5.5. Ein wesentlicher Unterschied ist, daß man bei Postgres einzelne, bestimmte Server als synchrone Slaves benennen kann, während MySQL nur garantiert, daß es mindestens einen (wechselnden) Slave gibt, der synchron repliziert hat. Die Postgres-Lösung ist einfacher als Teil eines Failover-Systems zu scripten, die MySQL-Lösung ist im Betrieb flexibler und potentiell schneller.
Acht Jahre SCO-Prozeß
Im März 2003 begann die Firma, die mal Caldera hieß und sich in SCO Group umbenannte, IBM auf eine Fantasiesumme von Schadenersatz zu verklagen, weil Ex-Caldera sich im Besitz des Unix-Copyrights wähnte und der Auffassung war, daß IBM im Rahmen seiner Linux-Initiative Ex-Caldera geraubmordkopiert hätte. Sich mit den Anwälten von IBM anzulegen ist eine unglaublich gute Idee, die der Idee, einen Feldzug in Rußland im Winter zu führen, in nichts nachsteht. So bekam Ex-Caldera dann auch bald bescheinigt: Linux enthält keinen original Unix-Quellcode, SCO-Caldera hatte ihr IP unter der GPL freigegeben und hat so keinen Grund zu klagen und das Copyright am Original-Unix System V liegt übrigens nicht bei Euch, liebes Ex-Caldera, sondern bei Novell.
Doom und Doom II nicht mehr jugendgefährdend
Nachtrag zu Jugendmediendoom :
Doom und Doom II vom Index gestrichen . Mit Wirkung von heute sind Doom und Doom II nicht mehr jugendgefährdend. Die Begründung liegt als PDF vor.
Die Zusammenfassung lautet: Es liegt an den Pixeln, äh, der Entscheidung liegt “die technische Weiterentwicklung von Spielen [zugrunde], in deren Folge die Darstellungen der beiden Shooter-Klassiker heute nicht mehr als realistisch anzusehen sind.”
Diese wunderbaren Dokumente der Zeitgeschichte sind nun frei ab 16 Jahren.
IVW jetzt "datenschutzkonform" (Updated)
Auf dem Heiseticker findet man die Mitteilung Hamburger Datenschutzbeauftragter: Reichweitenmessung der IVW ist datenschutzkonform .
Die Geschichte begann mit dem hamburgischen Datenschutzbeauftragten Caspar, der mit nicht wenig Schaum vor dem Mund gegen Google Analytics wetterte, zugleich aber in seiner eigenen Präsentation IVW Zählpixel hatte. Als das raus kam, hielt Caspar schnell den Mund und schaltete seine Webpräsenz ab. Nun heißt es:
Diese Woche meldeten die Beteiligten in einer Pressemeldung nun eine Einigung hinsichtlich einer datenschutzkonformen Nutzung des Meßsystems. Man habe dadurch “datenschutzrechtliche Verbesserungen mit bundesweiter Bedeutung” erreicht und die im Januar gemachten Zusagen umgesetzt, loben sich die Beteiligten in ihrer Meldung.