Die wunderbare Welt von Isotopp

Kilowattstunden

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - July 1, 2004

Ich verbrauche wohl ganz schön viel Strom. Für den Zeitraum vom 01.11.2003 bis zum 14.06.2004 rechnen die Stadtwerke Karlsruhe jedenfalls 3177 kWh ab.

Das sind aufgerundet für ein Jahr etwa 5000 kWh, inklusive Strom zum Kochen und für Warmwasser.

Armin kommt auf 2365 kWh und findet das schon viel. Wieviel Strom zieht Ihr so weg im Jahr und wofür?

Von 10^3 nach 10^7: Wachstumsschmerzen mit Linux

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - June 23, 2004

Warum Wachstum weh tut

  • “Systemadministration”
    • Eine Aufgabe, die in sehr unterschiedlichen Größenordnungen kommt
    • Ein mögliches Maß: Anzahl der betroffenen Benutzer
      • 10^1 - für sich selbst und seinen Partner oder für eine WG
      • 10^3 - für einen kleinen Verein (“Toppoint e.V”, “INKA”)
      • 10^5 - für ein kleines Internet Unternehmen
      • 10^7 - für ein großes Internet Unternehmen
    • Die Aufgabe verändert sich nicht, aber die möglichen Lösungen und die daran hängenden Strukturen

Die Schallmauer durchbrechen...

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - June 22, 2004

SonicWall preist den SSL Offloader SSL-RX an als

SonicWALL SSL Offloaders completely offload all encryption, decryption and secure processes from Web servers, accelerating the performance of Web sites and applications with an affordable, scalable and reliable solution.

Das Gerät wird angegeben mit “Up to 4.400 peak RSA operations per second, 30.000 concurrent connections, 300.000 session cache”.

Die Kiste funktioniert in einer möglichen Betriebsart als Bridge, die vor die Webserver geschnallt wird und alle Verbindungen (ssh, http) unverändert durchläßt, https aber decodiert und nach hinten als http etwa auf Port 82 weiterreicht, um dann die Antworten zu nehmen und nach vorne als https auf Port 443 zu verkaufen.

Dateisysteme und Datenbanken

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - June 6, 2004

Der Artikel Filesysteme sind Datenbanken von Matthias Leisi regt mich an, hier mal ein paar Sachen aufzuschreiben, die ich schon länger vor mir her kullere.

Die meisten Unix-Dateisysteme trennen eine “Gruppiere Blocks in Dateien”-Ebene (Blockverwaltung) und die “Gruppiere Dateien in Hierarchien”-Ebene (Namensraumverwaltung) voneinander. Die Blockverwaltung ist relativ gut verstanden und der I/O-Layer von Datenbanken überlegen. Die durch WinFS ausgelöste Diskussion findet stattdessen im Bereich Namensraumverwaltung statt.

Blockverwaltung und die Überlegenheit der Filesystem API

Die Ebene der Blockverwaltung bei Dateisystemen ist sehr hoch optimiert und muß akzeptable Performance unter extrem variablen Benutzungspatterns abliefern können. Ein einzelnes Dateisystem kann im selben Moment sehr viele kleine Dateien enthalten, wie sie zum Beispiel in einem Cyrus-Mailspool oder einem INN tradspool vorkommen, und einige wenige sehr große Dateien, wie sie zum Beispiel von einer Datenbank angelegt werden. Es muß damit zurecht kommen, daß eine Anwendung sehr viele sehr kleine Dateien in Folge öffnen will - der IMAP-Server, der durch den Mailspool tobt, und daß zeitgleich sehr viele andere Anwendungen auf einer großen Datei hin- und her seeken und zeitgleich Stücke der dieser großen Datei beschreiben und lesen wollen - die Threads der Datenbank, die auf das Datenbankfile zeitgleich einschlagen.

Firewalls und Komplexität

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - May 12, 2004

In der Computerwoche findet sich ein Artikel , der sich mit dem Thema “Sicherheit von Webanwendungen” beschäftigt. Nun ist es die Computerwoche, und daher nicht so richtig verwunderlich, wenn dieser Artikel das Thema eher … oberflächlich behandelt. Aber so einige Ideen schockieren mich dann doch.

Herkömmliche Schutzmechanismen wie Firewalls greifen bei derartigen Problemen jedoch nicht. Die Angriffe erfolgen auf Applikationsebene über den Browser und somit über die Kommunikationsports 80 (bei Verwendung von HTTP) beziehungsweise 443 (bei HTTPS).

Static vs. dynamic typing

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - May 2, 2004

Irgendwann Ende der 80er fiel mir ein Zortech C++ Compiler in die Hand. Den mochte ich, weil er anders als das cfront auf dem AIX ein nativer Compiler war. Ich habe also das VP/ix in meinem SCO Xenix hochgefahren, ein MS-DOS rein installiert und ein wenig mit der Sprache rumexperimentiert.

Ich habe zu dieser Zeit bei einem Erwachsenenbildungswerk Programmierkurse gegeben und eine der fortgeschrittenen Standardaufgaben, mit denen ich meine Schüler gequält habe, waren dynamische Strings (“Schreiben Sie eine lgets()-Funktion, die beliebig lange Strings aus einer Datei lesen kann”) und dynamische Arrays (“Schreiben Sie einen Satz Funktionen, mit denen Sie ein Array variabler Größe verwalten können”).

GNU GPL in Deutschland

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - April 15, 2004

(via Groklaw )

Sitecom GmbH in Freising ist das Ziel einer einstweiligen Verfügung des Netfilter/Iptables-Projektes. Demnach ist es Sitecom untersagt, ihr auf Netfilter basierendes Produkt weiter zu vertreiben, bis sie allen Bedingungen der GPL nachkommen.

Die GPL (General Public License) ist eine Lizenz. Sie gibt einem das Recht, ein urheberrechtlich geschütztes Werk (hier: netfilter/iptables) zu verwenden, zu modifizieren und zu verbreiten, wenn man den Verpflichtungen der Lizenz nachkommt.

Im Fall gewöhnlicher Lizenzen bedeutet dies meist eine Zahlung von Lizenzgebühren. Im Fall der GPL ist die Nutzung kostenfrei gestattet, aber die GPL verlangt, daß man den Quelltext des Gesamtproduktes, in dem die GPL-Software enthalten ist, ebenfalls unter der GPL freigibt.

MySQL und die Lizenzen

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - March 14, 2004

Früher war alles besser. Früher zum Beispiel konnte MySQL gar nichts, und der Server stand unter der GPL , während der MySQL Client unter der LGPL stand und alles war gut. So gut, daß zum Beispiel das PHP Projekt den MySQL Client den PHP-Sourcen beigelegt hatte und daß man deswegen Mühe hatte, ein PHP zu finden, das nicht mit einer MySQL-Datenbank reden konnte. Dieses Bundling ist es unter anderem gewesen, das den Siegeszug der LAMP Plattform begründet hat.

URLs sind keine IDs

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - February 18, 2004

Ich habe mich an anderer Stelle bereits über Blogs und ihre Technik aufgeregt. Hier eine etwas besser geordnete Präsentation meiner Gedanken zu diesem Thema:

Die Grundidee, die hinter Blogs steckt, ist ja, ein Diskurs-System im Web zu haben. Durch die Einrichtung eines Blogs kann sich ein Autor ein Forum verschaffen, in dem er Texte von sich veröffentlicht. Diese Texte sind auf jeden Fall chronologisch sortiert und außerdem optional durch ein Kategoriensystem und durch eine Volltextsuche erschlossen.

Fertig gelesen: Rumo oder Die Wunder im Dunkeln

Avatar of @isotopp@infosec.exchange Kristian Köhntopp - February 15, 2004

Rumo ist ein kleiner Wolpertingerwelpe, der auf einem idyllischen Fhernhachenbauernhof auf Walter Moers Kontinent Zamonien aufwächst. Und wer immer noch geglaubt hat, daß Walter Moers’ Bücher Kinderbücher seien, der wird schon auf den ersten paar Seiten eines Besseren belehrt.

Rumo wird, wie die Fernhachenbauern und alle anderen Lebewesen auf dem Bauernhof, von den bösen Teufelszyklopen verschleppt, die ihre Opfer lebendig verspeisen. Und während um ihn herum einer seiner Freunde nach dem Anderen von den Zyklopen gefressen werden, wächst Rumo zu so einer Art zamonischem Bruce Lee heran - wortkarg, blitzschnell im Kampf, und sich einmal blutig durch die Fauna und Flora Zamoniens prügelnd.