Hope Arden ist wenig bemerkenswert. Wer immer sie trifft, vergißt sie nach wenigen Minuten, sobald er sie nicht mehr sieht. Vergißt auch, daß es sie gegeben hat, daß er mit ihr gesprochen hat oder daß sie je existiert hat. Seit ihrem sechzehnten Lebensjahr geht es ihr so, und sie schlägt sich deshalb mit Diebstählen durch. Was einfach ist, weil man sie ja sofort vergißt.

Der Tag, an dem Hope verschwand

Hopes Freundin Reina hatte Perfection, ein Social Media Dingsi, das Leute verbessert - sie animiert, sich zu fitten, sich mit Self-Help Sprüchen zu bombardieren und sich in glatte Corporate Abziehbilder von Hochglanz-Glamour zu verwandeln. Nun ist Reina tot und Hope glaubt, es läge an Perfection.

In “Der Tag, am dem Hope verschwand” erforscht Claire North die unrealistischen Abbilder unserer selbst in Social Media, die wenig bemerkenswerten und schnell vergessenen Nicht-Stars indem sie ihre Hauptfigur wortwörtlich vergeßbar macht und bastelt sich daraus eine Agentengeschichte und zugleich eine moralisierende Parabel. Und irgendwie funkrtioniert das.

Der Tag, an dem Hope verschwand, Claire North, EUR 9.99