Es gibt ein ganzes Genre von Scifi, in denen eine Generation Kinder der Erde plötzlich neue Fähigkeiten entwickelt, die auf einer Mutation basieren, und dem sich daraus ergebenden Generationswechsel und gesellschaftlichen Umbruch.

“The Atlantis Gene” fängt auch so an, mit einer Forscherin, Kate Warner, die sich mit Autismus beschäftigt und dabei auf eine Veränderung stößt - doch dann stellt man fest, daß das nur der Eingang zu mehr Ebenen in der Geschichte ist, und daß man es hier eigentlich mit einer Geschichte aus dem Thriller-Genre zu tun hat, in der die Scifi mehr so Deko ist.

Wie dem auch sei - wir haben es mit zwei wirklich großen Raumschiffen zu tun, die vor 70k Jahren auf der Erde abgestürzt sind, mit einer Geheimgesellschaft, den Immari, die für wirklich alle Plagen und Verschwörungen der letzten 5000 Jahre menschlicher Geschichte verantwortlich sind und die Illuminaten wie blutige Anfänger aussehen lassen und mit einer außerirdischen Verschwörung, auf die die eine außerirdische Macht die Erde vorbereiten will, um die Menschen gegen eine andere außerirdische Macht antreten zu lassen - nur daß dabei ein paar Millarden Menschen draufgehen und die Polkappen abgeschmolzen werden.

Schon nach Band 1 steht kein Stein der Zivilisation mehr auf dem anderen, und da fängt die Umdekorierung des Planeten erst an. Die Protagonisten sterben in der Story ein paar Mal, aber das ist angesichts der außerirdischen Supertechnologie, die im Spiel ist, schnell korrigiert.

“Ich möchte lösen! Dan Brown!”

Fast richtig.

Ich nehme auch an, daß ich das überhaupt nur lesen kann, weil ich anders als bei “Digital Fortress” nicht genug von der Materie verstehe, daß mir der Verpackungs-Technobabble gerade so kein Nasenbluten macht.

Ein Buch davon ist ganz gut, zwei sind noch unterhaltsam, drei sind zu viel. Was heute noch wie ein Märchen klingt könnte auch Blödsinn sein, oder so.