Sebastian Bergmann hat mir Brandon Sanderson im Allgemeinen und “The Rithmatist” im besonderen zum Froscon 2013 ans Herz gelegt, und ich habe ihn mir damals noch gleich auf den Kindle geklickt, aber es hat bis Weihnachten gedauert, um das Buch durchzulesen.

The Rithmatist”, Brandon Sanderson

Der Schtick von Brandon Sanderson ist die die Konstruktion von in sich geschlossenen, plausiblen Magielogiken und Weltenbau, und beides führt er hier meisterhaft aus. In diesem Universum sind die vereinigten Staaten ein Inselarchipel, das von den Europäern besiedelt und von den südamerikanischen Imperien verschmäht worden ist - die Europäer verstanden bald warum, nachdem sie von zweidimensionalen animierten Kreidemonsterbildern (sic!) angegriffen werden.

Doch die Magie der Kreidezeichnungen wurde von den Europäern des US-Archipels bald entschlüsselt, domestiziert und zur Verteidigung gegen die wilden Kreidekreaturen verwendet. Unsere Gesichte beginnt sehr viel später, in den 1880ern, dem Uhrwerkszeitalter, mit dem Sohn eines Kreidemachers an einer Universität für Kreidemagie und wir schlittern in eine politische Krise, Intrigen und die langsame Entdeckung von Hintergründen und der Logik der Kreidemagie…

Das Buch fühlt sich an wie der erste Band von etwas, das eine Serie werden will, ist aber eine in sich geschlossene Erzählung und enthält sehr viele, zum Verständnis hilfreiche Schautafeln und Zeichnungen, die ganz wunderbar gezeichnet sind. Die Geschichte ist fesselnd und Sanderson ist in der Tat ein ganz wunderbarer Weltenbauer. Kaufen, lesen.

The Rithmatist”, Brandon Sanderson, EUR 6.49