In “The Departure” treffen wir auf eine überbevölkerte, dystopische und hoffnungslose Erde, in der “Das Komitee” eine Überwachungsbürokratur und einen Sicherheitsstaat zur Verwaltung des allfälligen Mangels etabliert hat. Der Protagonist, Alan Saul, entwickelt sich zum Hybridwesen aus Mensch, Maschine und Wetware-Extensions und übernimmt die Raumstation “Argus”, um sie in einer langen Reise zum Mars zu bewegen. In seinem Übernahmekampf löst er auf der Erde eine Revolution gegen das Komitee aus.

Zero Point

“Zero Point” setzt dort auf, und schildert die Re-Etablierung einer Ordnung auf der postrevolutionären Erde - die Konterrevolution auf den Resten der Zwangsstrukturen des Komitee macht eine einzelne Komitee-Bürokratin, Serene Galahad, zur (leider komplett größenwahnsinnigen) Diktatorin der Erde, die dann Asher-typisch einmal komplett aufräumt…

Unterdessen geht man an Bord der Argus ebenfalls dem Größenwahn nach und rüstet die ehemalige Raumstation und Orbitalfestung mit einem experimentellen Überlichtantrieb aus (Alcubierre Drive).

Die Bio-Hazmat-Klamotten aus Teil 1 behält man besser an, denn Asher stellt mit neun Milliarden Leichen in dieser Geschichte eine Art Rekord auf. Ansonsten eine zu gleichen Teilen deprimierende und Hoffnung machende Geschichte und spannende Unterhaltung - Asher neigt jedoch immer ein wenig zu Torture Porn, und einige Stellen habe ich überblättern müssen, weil sie nicht nur ekelig waren, sondern das auch noch notlos…

Neal Asher, “Zero Point”, EUR 5.64