Ancient Shores, Jack McDevitt, USD 7.99

McDevitt: Ancient Shores

Irgendwo in North Dakota, mitten in der Prärie, gräbt ein Farmer ein Schiff aus, das aus einem Material ist, das unmöglich auf der Erde hergestellt worden sein kann. Es stellt sich heraus, daß vor 10.000 Jahren, kurz nach der Eiszeit, die Prärie der Boden eines großen Süßwasser-Sees war, und bei der Suche nach einem logischen Hafen findet man ein Roundhouse mit einem Stargate - auf altem Indianerland.

Als die Entdeckung bekannt wird, kommt es zwangsläufig zu einem Konflikt zwischen den USA und anderen Nationen, zwischen der US Regierung und den Indianern, und zwischen den Menschen, die Kontakt wollen und denen die Angst haben. Die Situation eskaliert und McDevitt nutzt den Showdown zu einem gleichermaßen kindischen wie grandiosen Finale voller Cameos…

Hier ist ein neues Wort: Xenoarchaeology. Es ist die hypothetische Wissenschaft, die wir hätten, würden wir die Ruinen außerirdischer Zivilisationen ausgraben.

Es ist auch das Thema der Bücher von Jack McDevitt. Denn seine Antwort auf das Fermi Paradox ist: Zivilisationen sind kurzlebig, und so sind wir von den Aliens nicht nur durch den Raum, sondern auch durch die Zeit getrennt, und wenn wir andere Zivilisationen im Weltraum finden, dann meistens nur ihre Artefakte und Hinterlassenschaften.

Und so sind McDevitts Bücher zwar spannend, aber immer auch ein wenig melancholisch. Ancient Shores ist eines seiner frühen Bücher, und insbesondere zum Ende hin noch nicht so geschlossen und in der sprachlichen Entwicklung abgeschlossen wie neuere Werke, aber es fängt auf eine ganz besondere Weise seine einzigartige Sicht auf das Universum ein.