Redshirts, John Scalzi, USD 11.99

Scalzi: Redshirts

“Redshirts” ist eine fiese Satire auf die Versammlung von Plotholes, die Star Trek so aufzuweisen hat. Was passiert, wenn die rothemdigen Extras der Serie jene hoch intelligente und gut ausgebildete Elite und die Teamarbeiter wären, die der Handlung nach von der Star Fleet Academy angeblich produziert würden? Richtig, sie würden binnen allerkürzester Zeit herausfinden, daß sie die Extras in einer billigen Fernsehserie wären, und würden die Plotdevices ihres Schiffes so riggen, daß sie im Swingby um eine Sonne in die reale Realität katapultiert würden. Wo sie sich dann bei den Autoren bitterlich über die Ungerechtigkeiten ihrer Welt beschweren würden.

Scalzi schafft das, was Charles Yu verreißt: Er kombiniert Klischees, wilde Ideen und ergreifende Schicksale auf eine Weise, die fesselnd erzählt ist und die das Neue an der Idee in Szene setzt. Und er schafft es, seinen wahnsinnigen Ritt von einem Handlungsbogen dann auf eine vollkommen logisch und zwingende Weise abzuschließen. Und kommt dann noch mit drei Nachträgen daher, bei denen er noch weitere Ebenen von Closure herstellt und unauffällig moralisierend auch gleich die Rationale liefert, warum er das Buch überhaupt geschrieben hat.

Siehst Du, Charles Yu. So geht das in richtig.