Exponentialdrift, Andreas Eschbach, EUR 3.99

Eschbach: Exponentialdrift

“Exponentialdrift” ist ein literarisches Experiment: Die Geschichte ist ursprünglich als Fortsetzungsroman in wöchentlichen Episoden in der FAZ erschienen und lief dort in etwa ein Jahr lang. Der Erzählstil ist von den extremen Platzbeschränkungen der Zeitung und von den Verflechtungen der Geschichte mit tagesaktuellen zeitgenössischen Ereignissen geprägt. Als Buch ist die Geschichte aus ihrem Entstehungskontext gerissen und wirkt sehr viel anders als im Original, nehme ich an.

Dem eigentlichen Text ist ein Werkstattbericht des Autors nachgestellt, der etwa ein Drittel des Gesamtwerks ausmacht. Wenn man sich für das Schreiben (oder besseres Lesen) interessiert, ist es dieser Teil, der den eigentlichen Wert des Buches ausmacht und der Geschichte im Vorderteil ihren Kontext und ihren Wert zurückgibt - dann ist es sogar faszinierend zu lesen, aber es wird auch klar, daß die Form des Fortsetzungsromans als Erzählform nicht zu unrecht ausgestorben ist.

Die Geschichte: Auf einer Pflegestation erwacht ein Wachkomapatient, und während er langsam in seine Identität und sein altes Leben zurück findet, wird ihm klar, daß er inzwischen der Agent einer außerirdischen Macht ist, und noch dazu einer Macht, die interne Querelen verstrickt ist, die das Schicksal aller Menschen beeinflussen können.


Eine Billion Dollar. Andreas Eschbach, EUR 4.99

Eschbach: Eine Billion Dollar

Geld, Kapital, Zinseszins und exponentielles Wachstum sind das Thema von “Eine Billion Dollar”. Die Prämisse: Der arme New Yorker Schustersohn John Fontanelli erbt eine Million Millionen Dollar, die ein Vorfahre von ihm vor 500 Jahren angelegt hatte. Fontanelli erbt auch den Auftrag, mit diesem Vermögen Gutes zu tun. Der Leser folgt ihm, während Fontanelli dieses Problem zu lösen versucht und lernt mit Geld umzugehen und zu verstehen, was Geld bewirkt und was er mit Geld bewirken kann.

“Eine Billion Dollar” ist eigentlich ein Lehrbuch über Kapital und wie Geld in der Welt funktioniert - Eschbach hat zu diesem Thema viel recherchiert und gießt seine Erkenntnisse in einen unterhaltsamen Roman statt noch ein Lehrbuch zum Thema zu schreiben - lupenreines und recht gelungenes Infotainment, das gerade im Zeitalter der Immobilienblasen und Schuldenkrisen noch einmal an Aktualität gewinnt.