How to live safely in a science-fictional universe, Charles Yu, inzwischen USD 11.99, dafür aber mit Bonusmaterial das keiner will in der Kindel-Edition - vermutlich weil jemand versucht hat, dem Autor einen Preis zu verleihen

Yu: How to live safely in a science-fictional universe

Hier ist die Selbstbeschreibung von “Sicher leben in einem Science-Fiction Universum”:

Minor Universe 31 ist ein großer Geschichtenraum am Rande der Fiktion, wo Paradoxien fluktuieren wie der Aktienmarkt, einsame Sexbots gescheiterte Protagonisten locken und Zeitreisen ein echtes Geschäft sind. Jeden Tag steigen Leute in Zeitmaschinen und versuchen die eine Sache zu tun, die sie nicht tun sollten: Sie versuchen die Vergangenheit zu ändern. Das ist, wo Charles Yu, Zeitreisetechniker, ins Spiel kommt. Zusammen mit TAMMY, einem Betriebssystem mit einem Selbstwertproblem und Ed, seinem nichtexistenten, aber nichtsdestotrotz wirklichen Hund, schützt er Leute vor sich selbst - im Wortsinn. Wenn er grad nicht arbeitet, besucht er seine Mutter (die in einer einstündigen Zeitschleife steckt und endlos Abendessen vorbereitet) oder sucht nach seinem Vater, der die Zeitmaschine erfand und ihn ihr verschwand.

Was nach einer großartigen Prämisse und viel Spaß klingt, wird von den überliterarischen Ambitionen des Autors spaßfrei zu einer “Ich verarbeite die Beziehung zu meinem Vater in einer fiktiven Autobiographie” verwurstet. Schade, denn das Konzept hätte dasselbe auch auf eine Weise leisten können, der man den Uni-Schreibkurs “Ich mach jetzt Hochliteratur, aber mit Gewalt” nicht so anmerkt. Das war anstrengend.