Nymph: The Singularity, J.E. Lansing, USD 0.99

Lansing: Nymph - The Singularity

“Nymph” hätte leicht ins Auge gehen können - Heinlein hat diese Sorte Geschichte verrissen, Stross ist so grad damit davon gekommen, Lansing kriegt es seltsamerweise hin: “Suzanne” ist ein Sexbot, gebaut für ihren Eigentümer Alex, und die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt.

Sie lernt, was sie ist und wie sie entstanden ist: Eine genaue Kopie von Alex verstorbener Frau, und sein Versuch, ihren Tod ungeschehen zu machen. Natürlich kann Suzanne Alex ihre Vorgängerin nicht ersetzen oder perfekt simulieren, und so lehnt Alex sie ab, und Suzanne beginnt, die Grenzen ihrer initialen Programmierung zu transzendieren - und ihre abgeschlossene kleine Welt zu verlassen.

Das schöne an dem US Kindle Markt ist, daß man dort Bücher zu geringen Preisen findet und es so nicht weh tut, wenn man einmal daneben haut. Also kann man auch einmal riskieren, ein Buch auszuprobieren, das gut bewertet wird, auch wenn einen Thema und Kontext eher abstoßen - es steht ja nicht viel auf dem Spiel. Und dann findet man manchmal Geschichten, die unerwarteterweise funktionieren, obwohl man weiß, daß das Thema für den Autor riskant ist und schnell schlechte Geschichten erzeugt. “Nymph” ist so eine Geschichte, die es schafft, eine interessante und nicht-ekelige Story zu erzählen, obwohl es eine Sexbot-Story ist. Und so was ist genau der Grund, warum ich meinen Account auf dem US Kindle Store liegen habe.