The Dreaming Void, Peter F. Hamilton, EUR 6.50, 608 Seiten.

Die ferne Zukunft. Teile der Menschheit leben postphysikalisch als Uploads, andere haben sich mehr oder weniger genetisch aufgerüstet oder ihre Körper mit Nanotechnik angereichert. Sterben muß niemand mehr, und Not leiden oder gar hart arbeiten auch nicht, außer er wählt dies als Lebensstil.

Im Zentrum der Galaxis liegt ein gigantisches Schwarzes Loch, The Void. Der Astrophysiker Inigo beginnt, Szenen aus dem Leben von Edeard zu träumen, einem Menschen, der offenbar im Mikrouniversum im Inneren der Void lebt - ein bemerkenswertes Universum, denn offenbar kann man dort mit dem Geist Einfluß auf die Materie nehmen.

Die Inigos Träume von Edeard werden die Grundlage einer Religion, Living Dream, und ein Trek von Menschen macht sich auf, um zu versuchen, in die Void zu gelangen. Doch das wird das energetische Gleichgewicht zwischen den Universen ins Wanken bringen und die Void wird anfangen, sich auszubreiten.

The Temporal Void, Peter F. Hamilton, EUR 5.80, 672 Seiten.

Schon in The Reality Dysfunction und den Folgebänden ging es Peter Hamilton um eine spirituelle Komponente des Menschen im Angesicht transhumanistischer Ideen und der Singularität. In der Void Trilogie, deren erster Band The Dreaming Void ist, greift er diesen Gedanken wieder auf.

Aus irgendeinem Grund, den Hamilton nicht richtig deutlich zu machen versteht, ist das Void-Universum für die Anhänger von Living Dream attraktiver als die Welt in der sie leben - dabei unterscheiden sie sich in den Fähigkeiten ihrer aufgerüsteten Existenz in keinster Weise von der Welt, die Inigo dort erträumt. Doch in ihrem Streben dort hin zu gelangen werden sie vermutlich die Existenz des hiesigen Universums und der Personen, die dem Traum nicht folgen wollen beenden. Dieser Konflikt ist die Basis der Geschichte, doch da sich die Motivation dieses Konflikts für mich nicht glaubhaft verankern läßt, bleibt eine interessant verschachtelt erzählte Geschichte, die für mich jedoch in keiner Weise anrührend ist und mich am Ende leicht frustriert zurückläßt.