The Atrocity Archives, Charles Stross

Stross: Atrocity Archives

Zu Charles Stross schrieb ich im IRC:

Isotopp> Msch, Lies mal Charles Stross, The Atrocity Archives. Das ist ein wenig so, wie man sich Shadowrun vorstellt, wenn es im Stil von Fefe’s Blog geschrieben wird.

Isotopp> In Charles Stross “Bob Howard” Universum sind Mathematik und Dämonologie dasselbe und man öffnet Dimensionstore, wenn man die falschen Beweise führt.

Erdferkel> Oh!

Isotopp> Und ein britischer Geheimdienst, genannt “The Laundry” ist a la “Men in Black” dabei, unsere Realität zu schützen vor Leuten, die das Turing-Lovecraft-Theorem neu entdecken. Der Held war auch so einer, der aus Versehen um ein Haar Nyarlathotep bewiesen hätte.

Erdferkel> Gekauft.

Isotopp> Und wurde dann rekrutiert. Naja, und jetzt muß er die langbeinige, rothaarige Mathematikerin vor den bösen Taliban-Magiern retten. Und ihren Shoggoten.

Erdferkel> Der Isotopp, der ist ein ganz fieser Erdferkelmanipulator.

Isotopp> Was denn jetzt wieder? :) Das galt alles Msch, der hatte doch damals “Delta Green” angeschleppt und meinte, “Cthulhu” funktioniere nur bis 1920. Stross zeigt, daß das nicht so ist. Oder doch, modern kommt nur was anderes dabei raus. Und das ist nicht zwingend uncool.

Bombshell_de> Ich musste eigentlich auch an Dominik denken als ich diese Zusammenfassung las. ;)

Isotopp> Bombshell_de: Ich hab meine Erklärung angepaßt, als ich sein Interesse bemerkte. :)

Isotopp> Erdferkel: Wenn der Held zum Beispiel davon berichtet, wie er als Teil einer Strafversetzung Sammelkartenspiele auf ihre dämonologische Verträglichkeit testen muß.

Erdferkel> Genug, ich hol mir das ja, jede weitere Werbung ist Folter.

MSch> Cthulhu modern kann schon funktionieren, nur halt nicht, wenn man Kurbeltelephone durch Tastentelephone und Tin Lizzies durch Golfs ersetzt, wie es Chaosium und Pegasus gemacht haben.

Isotopp> MSch: Nein, da hast du Recht. Aber Stross hat es verferkuliert. Und das Buch ist voller Geekkultur-Referenzen. Also nicht Popkultur sondern CCC/Hackerkultur. Stross weiß, was was LVM oder eine NetApp ist und so Sachen. Aber das läßt er einen nur nebenbei spüren.

Bombshell_de> MSch: Spielst du auf Cthulhu Now an?

MSch> Delta Green hat da halt den Verschwörungstrick. Und man ist nicht irgend ein Bauer, dem zufälligerweise ein komischer Meteorit ins Feld fällt, sondern “kaputte” Agenten.

Bombshell_de> Hm, entgeht mir in dem Buch etwas wenn ich keine Ahnung von “Linux LVM, NetApp” habe?

Isotopp> Nö. “Ich glaube nicht, daß uns dieses Ding so schnell noch einmal einen Besuch abstattet.” sagt der Held zum Love Interest. Ich habe es mit seinem Eigenvektor bekannt gemacht.” und bürstet sich den Staub vom Palmtop.

Charles Stross ist ein Autor, der sich relativ genau überlegt hat, daß SciFi sowieso nie Mainstream wird. Und der dann aufgegeben hat, für ein nicht-geekiges Publikum zu schreiben, damit er sich besser an die Kultur seiner Stammleserschaft anpassen kann.