In Das Rätsel um die 193.17.243.1 schreibt Thomas Klink:

Im Zuge des Wahlkampfs in Nordrhein-Westphalen (NRW), wo [ … ] ein neuer Landtag bestimmt wird, wird auch im Internet mit harten Bandagen gekämpft. Auf den Seiten des Internet-Lexikons Wikipedia sind in den vergangenen Tagen die Einträge zu den Spitzenkandidaten Peer Steinbrück (SPD) und Jürgen Rüttgers verändert worden. Die Manipulationen wurden aus einem Büro des Deutschen Bundestags heraus vorgenommen. Darauf weist die IP-Nummer, mit der Computer im Internet identifiziert werden, hin.

Schließend heißt es:

Als Konsequenz aus den Beschuldigungen forderte [Dr. Ole] Schröder, der Mitglied des Unterausschusses Neue Medien ist, gestern im Gespräch mit unserer Zeitung, dass jedes Bundestagsbüro eindeutig über die IP zu identifizieren sein muss. “Dies ist zum Schutz vor Missbrauch wichtig”, sagte er.

Dieses Beispiel zeigt deutlich einen Verhaltensaspekt von Behörden in der “Abuse-Szene”: Dort ist man derzeit überwiegend auf die IP-Nummer als Identifizierungsmerkmal fixiert, egal ob dies sinnvoll ist oder nicht.

Wir wollen dankbar sein, daß das so ist. Denn einen Chipkarten-Personalausweis als “Zündschlüssel” und Login für den Rechner und die Anmeldung am Netz wollen wir wahrscheinlich alle nicht (“jeder nur einen Rechner, rechts raus”). Außer vielleicht den Jugendschützern, der Content-Industrie und anderen komischen Vögeln.